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Präsident der DGAI (Deutsche Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin) diffamiert Honorarärzte im FOCUS
Der Präsident der DGAI, Jürgen Schüttler, sagt in einem Interview zum Thema Honorarärzte: "Das Honorararzt-Unwesen ist der Feind einer qualitativ hochwertigen Medizin." Diese Aussage sorgt für derzeit heftigen Widerspruch und Kritik, nicht nur von Honorarärzten. Nicht bedacht hatte Herr Schüttler offensichtlich die Tatsache, dass viele Anästhesisten - neben ihrer normalen Tätigkeit im Bereich einer Klinik oder als niedergelassener Vertragsarzt - auch als Honorararzt tätig sind. Honorarärzte sind also keine "besondere ärztliche Species", die man mit einem solchen Satz einfach ausgrenzen kann. Nach den ersten Ergebnissen der aktuellen Honorararztstudie stammt die überwiegende Mehrheit sogar aus (ehemaligen) Leitungsfunktionen (Oberärzte, Chefärzte) und sie besitzen im Durchschnitt(!) eine vierzehnjährige Berufserfahrung als Facharzt. Die Patienten können sich also sicher sein, von hochqualifizierten Ärzten behandelt zu werden und müssen nicht befürchten, einer qualitativ minderwertigen Behandlung ausgesetzt zu sein.
Lesen Sie dazu noch unsere Beiträge zum diesjährigen DAC (Deutscher Anästhesie Kongress) in Nürnberg im Bereich PRESSE / PRESSEINFO.
BDA Brief an Prof. Schüttler (149KB)
Aufruf an alle Honorarärzte in Deutschland
Kein Streikbruch durch Honorarärzte
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
am 17.Mai beginnt offiziell der Streik der Ärzte an den kommunalen Kliniken in Deutschland. Hierzu hat der Marburger Bund aufgerufen, um eine bessere Vergütung v.a. auch der Bereitschaftsdienste zu erkämpfen. Viele von uns sind Honorarärzte geworden, um von den Bedingungen in den Kliniken etwas Abstand zu gewinnen, viele auch um, die Arbeitsbedingungen im Arztberuf wieder lebenswert zu machen. Der BV-H e.V. unterstützt deshalb inhaltlich die Streikmaßnahmen der angestellten Kollegen. Da in der Vergangenheit Honorarärzte zur Überbrückung von Streikmaßnahmen angeheuert wurden, möchten Euch bitten, keine kurzfristigen Aufträge an Kliniken in kommunaler Trägerschaft ab dem 17. Mai anzunehmen.
Vielleicht möchten sich einige sogar auch dem Streik anschließen!?
Christian Brodowski für den BVH
Honorarärzte als Helfer bei der Erdbebenkatastrophe in Haiti
Die Fa. Notarztboerse in Lüdersdorf ist normalerweise auf die gewerbliche Vermittlung von Notfallmedizinern im Inland spezialisiert. Mittlerweile verfügt die "Notarzt-Börse" über 3000 Mediziner in ihrer Datenbank und hat so Zugriff auf den größten und schnell einsetzbarsten Notarztpool Deutschlands. Auf eine erste Anfrage hin - nach Bekanntwerden der schweren Erdbebenkatastrophe in Haiti - hätten weit mehr als 100 Ärzte ihre Bereitschaft für einen sofortigen Abflug nach Haiti erklärt. „Sie bringen ihre internationale Erfahrung und ihr medizinisches Wissen ein“. Weitere Ärzte folgen nun von Minute zu Minute, da die Kommunikation zwischen der Fa. Notarztbörse und den 3000 Notärzten über das Internet schnell und unkompliziert funktioniert. (Siehe auch Ostseezeitung vom 16.1.2010)
16.01.2010, n.s.
BV-H e.V. - Wir sind fassungslos!
Beitrag der Ärztekammer Westfalen-Lippe - Siehe Deutsches Ärzteblatt
Endlich ist es raus und die wahren Schuldigen sind enttarnt! Honorarärzte und Vermittlungsfirmen entziehen der Patientenversorgung das Geld und sind damit offensichtlich schuld an der Misere im Gesundheitswesen. Diese Behauptung ist einfach so unglaublich dreist und intelligenzlos, dass man kaum ernsthafte Worte finden kann. Gut, dass ein Ärztekammerpräsident, wie Herr Dr. Windhorst, ehrenamtlich und selbstlos auf diesen Umstand aufmerksam macht und auch sonst keiner im Gesundheitswesen am Geld der Patienten mitverdient. Wir sind fassungslos!
Ich schlage einen sofortigen Streik aller Honorarärzte in Westfalen Lippe vor, damit sich dieser Bezirk mit den dann frei werdenden Milionen endlich wieder auf die Patientenversorgung konzentrieren kann. Ein weiterer Vorschlag: Überweisen Sie den Ärztekammerbeitrag deutlich gekürzt mit dem Hinweis: "Hiermit überweise ich nur einen Teilbetrag meines Kammerbeitrages, den Rest würde ich gerne in die Patientenversorgung investieren."
Nur eins möchte ich an dieser Stelle noch klarstellen: Eine Ärztekammer ist auch verpflichtet die Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen. Wieviele Honorarärzte gibt es eigentlich bei der Kammer in Westfalen-Lippe? Ich hoffe, dass Herr Windhorst das ebenfalls weiss - Dr. Nicolai Schäfer (Bundesverband der Honorarärzte e.V.)
Ps: ...Und wenn wir schon dabei sind über Gelder zur sprechen, die anderen verloren gehen... (Seufz!)
Eine weitere Antwort auf die aktuelle Kritik zum Einsatz von Honorarärzten
Ohne Zweifel ist es keine wünschenswerte Entwicklung, die zum Berufsbild des KV- und krankenhausunabhängigen Honorararztes geführt hat. Das gilt auch für Länder, die uns das schon lange vorleben. Die an herausragender Stelle daran Beteiligten sitzen aber an ebenso herausragenden standes- und gesundheitspolitischen Schaltstellen und haben diese Entwicklung initiiert, vorangetrieben und die Ergebnisse dann im Gesundheitswesen zementiert. Und nun beklagen sie sich über das Ergebnis? Das ist geradezu unglaublich.
Wer hat nach Kräften privatisiert, fallpauschaliert, "Wettbewerb" gestärkt, die Pharmaindustrie in Deutschland ins Paradies katapultiert usw.usf.? Das alles mit Hilfe eines approbierten Sklavenheeres, welches ähnlich dem mittelalterlichen Bauern zur Fron verpflichtet sein soll?(Von den Pflegekräften soll hier keine Rede sein, aber sie gehören genauso dazu.) Bevor irgendein sogenannter Vertreter unseres Berufes es wagt anzuprangern, dass die Agenturen Geld der Patientenversorgung entziehen, ist er schon aus Gründen der Berufsehre verpflichtet, andere Fragen zu stellen. Woher kommen die Gewinne der privaten Krankenhausbetreiber, die unverfroren an den Krankenkassen/versicherungen vorbei an die Eigner gezahlt werden? Immerhin können Gewinne nur aus den Zahlungen der Versicherungen entstehen, Einsparungen müssen dann an diese zurückgehen. Die direkte Umwandlung von zwangseingezogenen Versicherungsgeldern in private Gewinne ist kriminell, und sie entsteht durch die vollkommen amoralische Ausbeutung der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Mit politischer Billigung, natürlich.
Weiter im Text- wieviel Arbeitsstellen kann man finanzieren, indem man die horrenden Honorare von Personalermittlungsfirmen einspart, die besonders in privaten Häusern ständig antichambrieren und ihre Dienste bei der sogenannten Planstellenermittlung anbieten? Wie die Ergebnisse sind, ist klar, und falls doch jemand für sein Honorar den wahren Bedarf ermittelt, wird dies für tausende Euro- ignoriert! Das habe ich selbst erlebt. Wer profitiert von der vollen Mehrwertsteuer auf Medikamente? Das ist nur eine Auswahl, wer der Patientenversorgung Geld entzieht. Mit Sicherheit ist es nicht die Arztagentur, die nichts weiter tut, als Bedarf und Ressourcen miteinander zu vereinigen. Diese Leistung ist weder sittenwidrig noch ungewöhnlich, und das, was sie kostet, spiegelt samt dem eigentlichen Honorar nur den tatsächlichen Wert der vermittelten Sache wider. Das ist Marktwirtschaft!!! Ich denke, die haben wir, oder etwa nicht?
Die Leistung des Arztes ist teuer, unter anderem weil sie mit höchster Verantwortung verbunden ist und weil sie eben nur wenige leisten können und dürfen. Im Gegensatz zu vielen Jobs in Politik und Wirtschaft. Und wer etwas Notwendiges und Begehrtes erbringen kann, verkauft sich teuer. Zu nichts anderem hat man den Arzt in Deutschland erzogen, und nun, wo er es verstanden hat und anwendet, ist er plötzlich die dunkle Seite der Macht? Die deutsche Ärzteschaft sollte jedem einzelnen Honorarzt dankbar sein, denn diese haben es endlich geschafft, den wahren Wert ärztlicher Tätigkeit legal, elegant und schlüssig offenzulegen. Das dient allen Ärzten, seien sie niedergelassen oder angestellt. Die durchsichtige Stimmungsmache ist nur das Geschrei der bisherigen Profiteure des gigantischen "Gesundheitsmarktes" und ist bereits vor mehr als 200 Jahren von Goethe im "Zauberlehrling" beschrieben worden...
von R. Kretzschmar - Honorarärztin und Mitglied im BV-H e.V.
Bayern´s Notärzte wehren sich gegen EMDOC
Am 01.07.09 wurde in Bayern durch die kassenärztliche Vereinigung die sogenannte Notarztdienstsordnung (NADO) eingeführt. Ein Regelwerk welches in der jetzigen Form fast ausschließlich aus Pflichten und nahezu ohne Rechte für den Notarzt besteht. Den Höhepunkt dieser Strukuränderungen wurde nun mit der Etablierung eines elektronischen Dokumentationssystems namens EMDOC im bayerischen Notarztdienst durchgeführt. Was ist EMDOC? EMDOC ist ein elektronisches online Dokumentationssystem in dem sämtliche Daten eines Notarzeinsatzte gemäß DIVI Protokoll - zusätzlich neben der händischen Dokumentation - eingegeben werden sollen. Bayerns Notärzte wehren sich landesweit mit der Einführung eines solchen Systems. Die ersten Notarztstandorte werden nicht mehr oder nur zeitweise besetzt. Es wird von Kollegen bereits jetzt mitgeteilt, wenn dieses System nicht zurückgenommen wird, komplett aus dem Notarztdienst auszusteigen.
Was ist an diesem System u.a. zu bemängeln?
1. Sämtliche medizinischen Daten eines Patienten werden an die KVB weitergeleitet. Datenschutz und Persönlichkeitsrecht des Patienten werden dadurch verletzt.
2. Doppelte Dokumentationsarbeit: Erheblicher bürokratischer Mehraufwand.
3. Keine Offlineversion und Offlineeingabe möglich
Weiter Informationen finden Sie unter: http://www. facharzt.de (Suche: EMDOC) eingeben
Bedauerlicherweise ist es auch so, dass die Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte ein unklares Spiel betreibt. Fragen werden nicht klar beantwortet, Transparenz besteht nicht, zumal dessen Vorsitzender (Prof. Dr. Peter Sefrin) einerseits als Vertreter) der bayerischen Notarzte auftritt und andererseits gleichzeitig in beratender Funktion für die KVB in Sachen EMDOC und NADOC tätig ist. Ein klarer Interessenskonflikt mit dem er schriftlich konfrontiert wurde und mit Platitüden antwortet, und dieser Vorwurf defacto, nicht kommentiert wird.
Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen sich mit uns bayerischen Notärzten soldiarisch zu zeigen und Angebote an Notarztstandorten erst nach Rücksprache mit den zuständigen Gruppensprechern anzunehmen. Konterkarieren Sie nicht unsere Aktivitäten, indem Sie kritiklos Notarztdienste in Bayern übernehmen. Für ihre Solidarität und Verständnis bedanken wir uns jetzt schon
Dr. Jochen Hahn
Facharzt f. Anästhesie
Intensiv- und Notfallmedizin
90482 Nürnberg
Tel. 0911-9505286
Fax 0911-9505287
Arzt? - Werden Sie lieber Makler!
Der aktuelle STERN hat in seiner Ausgabe einen neuen Gehaltsreport "Was die Deutschen verdienen" vorgelegt.
Aus dem Beitrag sei hier kurz zitiert: "Besonders dramatisch ist der Verlust aber bei Ärzten: Mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 6400 Euro im Jahr 2008 sind sie zwar immer die Top-Verdiener. Doch die Gesundheitsreform und die niedrigen Einstiegsgehälter bei den Berufsanfängern bescherten ihnen im Vergleich zu 1990 ein reales Minus von 50 Prozent. Auf der Gewinnerseite stehen unter anderem Makler, Verwaltungsfachleute sowie Bankkaufleute und Anlageberater."
Unabhängige Honorarärzte sind - unserer Meinung nach - ebenso wichtig, wie unabhängige Forschung!
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (http://www.iqwig.de) überprüft und bewertet auf der Basis wissenschaftlicher Methoden unabhängig Arzneimittel und Therapien in der Medizin. Die kritischen Berichte stoßem so manchen Pharmalobbyisten sehr "sauer" auf. Dank der Lobbyarbeit soll nun das Institut "umgebaut" werden, wie es so schön heißt. Siehe TV-Bericht MONITOR vom 7.1.2010.
Umfrage unter 390 Chefärzten für Anästhesie
Der BDA hat im September 2009 die Ergebnisse einer Umfrage unter 390 teilnehmenden Chefärzten für Anästhesie mitgeteilt. Man wollte erfahren, wieviele Abteilungen Honorarärzte beschäftigen.
Aus den Ergebnissen
69% der teilnehmenden Krankenhäuser stammten aus den alten Bundesländer 31% Krankenhäuser aus den sog. "neuen" Bundesländern. 29% der Chefärzte gaben an, regelmäßig Honorarärzte in ihrer Abteilung zu beschäftigen. Weitere Informationen siehe Webseiten des Berufsverbandes deutscher Anästhesisten: www.bda.de
Bundesärztekammer bestätigt: Honorararzttätikeit ist konform mit der Berufsordnung für Ärzte
In einem Antwortschreiben der Bundesärztekammer an Frau Dr. Marlies Volkmer (MDB) bestätigt die BÄK die Konformität der honorarärztlichen Tätigkeit mit der Berufsordnung für Ärzte (MBO). In dem Schreiben heißt es u.a.:
Zur Honorararzttätigkeit und Berufsordnung:
"Diese (Anm: U.a. Honorararzttätigkeit) verschiedenen Formen der beruflichen Tätigkeiten stehen grundsätzlich mit dem Berusfrecht in Einklang, weil diese Ärztinnen und Ärzte im ambulanten oder stationären Bereich tätig sind. (...) Die in diesem Rahmen ausgeübte Tätigkeit (Anm: Honorararzttätigkeit) ist grundsätzlich berufsrechtlich nicht zu beanstanden."
Zur Frage der Zugehörigkeit zu verschiedenen Kammern / Versorgungswerke heisst es:
"Honorararztlich tätige Ärztinnen und Ärzte sind regelhaft über die ärztlichen Versorgungswerke rentenversichert. Da bei Honorarärzte, die zeitlich begrenzt in verschiedenen Bundesländern tätig werden, das sog. "Lokalitätsprinzip" nicht anwendbar ist, haben die Versorgungswerke folgende Absprache getroffen: Bei in verschiedenen Bundesländern tätigen Honorarärzten richtet sich ihre Mitgliedschaft nach dem Ort der Haupttätigkeit bzw., sofern keine Haupttätigkeit bestimmbar ist, nach ihrem Wohnort."
Verfasser:
Dr. med. Regina Klakow-Frank, M.A.
Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin
der Bundesärztekammer (30. Juli 2009)
Das Schreiben können Sie als PDF-Dokument in unserem Mitgliederbereich einsehen.
Zitat
"Ohne Honorarärzte wäre in vielen Kliniken kein ordnungsgemäßer Betrieb mehr möglich" (Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer) - aus SPIEGEL-Online vom 30.7.2009
Vorankündigung: BV-H gibt Leitfaden zur Beschäftigung von Honorarärzten heraus.
Um zur Verbesserung der Strukturqualität im Honorararztwesen beizutragen, werden wir im neuen Jahr einen Leitfaden herausgeben, der sowohl für Auftraggeber als auch für Honorarärzte den Stand der Erkenntnisse zu allen Rechtsfragen rund um die Honorararzttätigkeit zusamenfassen soll. Neben einem Überblick über das Tätigkeitsbild wird dieser Leitfaden einen kommentierten Mustervertrag bzw. eine Checkliste zur Vertragsgestaltung enthalten und viele Tipps zu den Themengebieten Berufsrecht, Haftungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht enthalten.
Der Leitfaden wird für eine geringe Schutzgebühr über uns zu beziehen sein.
Qualitätssiegel für Honorarärzte?
Was unterscheidet einen "guten" von einem "schlechten" Honorararzt? Wer ist unser Kunde? Was bedeutet Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität im Honorararztwesen? Was wird von uns erwartet und wie gehen wir selbst mit Konflikten um? Am 24.10.2009 wurde eine Arbeitsgruppe zu Qualitätsfragen im Honorararztwesen gegründet. Diese Arbeitsgruppe wird sich zukünftig mit dem Thema beschäftigen und soll Leitgedanken zu diesem Thema formulieren. U.a. wird sie sich mit der Frage beschäftigen, über welche Qualifikationen ein Honorararzt verfügen sollte und wie eine qualitativ hochwertige Vermittlung von Honorarärzten gewährleistet werden kann. Weiterhin soll darüber nachgedacht werden, wie man von Seiten des BV-H e.V. im Konfliktfall vermitteln kann.
Wegen schlechter Arbeitsbedingungen streiken derzeit die Kollegen an den DRK-Kliniken in Berlin. Wie uns bekannt geworden ist, versuchen die Kliniken, den bestehenden Verhandlungsdruck durch den vermehrten Einsatz von Honorarkräften zu unterlaufen.
Der BV-H erklärt dazu:
Gemäß unserem Selbstverständnis dienen Honorarärzte zum kurz- oder mittelfristigen Abfangen von Personalengpässen. Dadurch tragen wir in Stoß- und Krisenzeiten dazu bei, eine lückenlose fachärztliche Patientenversorgung sicherzustellen. Wir sehen uns ausdrücklich NICHT als mobile Reserve der Klinikleitungen und Personalabteilungen, die bei Konflikten mit der angestellten Ärzteschaft als Druckmittel eingesetzt werden kann.
Der BV-H e.V. fordert daher seine Mitglieder auf, die Bemühungen der Ko lleginnen und Kollegen in den DRK-Kliniken Berlin nicht zu unterlaufen. Achten Sie bitte darauf, dass Sie sich nicht bewusst oder unbewusst als "Streikbrecher" von den Kliniken anfordern lassen! Unterstützen Sie die angestellten Kolle gen in ihrem Bemühen um bessere Arbeitsbedingungen!
BV-H e.V. - Der Vorstand
REISEFREIHEIT FÜR ALLE ÄRZTE!
Wir fordern die Monomitgliedschaft in Ärztekammer- und Ärzteversorgung
Die derzeitigen Regelungen für Ärzte, die in verschiedenen Ärztekammerbezirken tätig sind, wirken sich negativ und behindernd auf die Tätigkeit von Honorarärzten aus. Die unzeitgemäßen Regelungen halten nicht Schritt mit den Strukturveränderungen im modernen Gesundheitswesen und sorgen derzeit für viel Ärger - nicht nur unter Honorarärzten. Multiple Mitgliedschaften in Ärztekammern und Mini-Anwartschaften der Ärzteversorgung können nicht im Sinne der Interessensvertretung unserer Ärzte sein. Wir fordern deshalb die sofortige Einführung der Monomitgliedschaft in Ärztekammer und Ärzteversorgung! Die Strukturen der Selbstverwaltungsorgane der Ärzteschaft müssen sich ebenso modernisieren und flexibilisieren, wie es von uns Ärzten heutzutage permanent verlangt wird. Vernetzung und moderne Kommunikation sucht man im Bereich der zahllosen Landesärztekammern und Versorgungswerke offensichtlich vergeblich.
Das Ende der Honorararzt-Tätigkeit in Sicht?
Die Probleme im Zusammenhang mit der sog. "Scheinselbständigkeit" nehmen zu.
(3.7.09) Ein größerer Klinkträger ist gerade in der juristischen Auseinandersetzung mit den Sozialversicherungsträgern. Die Honorarärzte der Klinik seien "scheinselbständig" und daher fordern die SV-Träger die Versicherungsbeiträge ein.
Stoppt die Röhn-Klinikum-AG den Einsatz von Honorarärzten?
(3.7.09) Der Vorstand der Rhön-Klinikum-AG soll ein renomiertes Wirtschaftsprüfungsunternehmen mit einer Prüfung zum Status des Honorararztwesens beauftragt haben. Das Gutachten soll angeblich die Kriterien einer selbständigen Tätigkeit bei Honorarärzten nicht gegeben sehen. Es attestiert eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigungssituation im Abhängigkeitsverhältnis (Scheinselbständigkeit). Daraufhin soll die Rhön-Klinikum-AG - nach unseren Informationen - eine entsprechende Anfrage an die Schiedskommission der Sozialversicherungsträger gestellt haben. Diese Beurteilung steht wohl bisher noch aus. Bis zur Klärung des Sachverhalts soll es vorerst keine Vertragsgestaltungen für Honorarärzte über den Zeitpunkt 31.08.2009 hinaus geben. Der Hintergrund ist die Befürchtung der Einforderung von entsprechenden Nachzahlungen der Sozialversicherungen gegenüber dem Konzern.
Was geht das den einzelnen Honorararzt an?
Sollte eine solche Nachforderung erhoben werden, kann der Träger diese auch rückwirkend gegenüber dem Honorararzt geltend machen.
Was tun?
Wie Sie sich als Klinik davor schützen können und welche Maßnahmen Honorarärzte treffen können, um sich vor dem Status der Scheinselbständigkeit und vor Nachforderungen der SV. zu bewahren, wollen wir gemeinsam erarbeiten. Dazu bedarf es einer starken Gemeinschaft, da hier weniger juristische als vielmehr politische Lösungen gefragt sind. Lesen Sie dazu weiter in unserem Mitgliederbereich und diskutieren Sie das Problem in unserem Forum.
WERDEN SIE DESHALB NOCH HEUTE MITGLIED IM BV-H e.V.
Dies ist übrigens auch als Unternehmen bzw. Klinikum möglich.
Gruppenunfallversicherung für alle Mitglieder
Wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft im BV-H e.V. entscheiden, sind Sie über unsere Gruppenunfallversicherung ohne zusätzliche Kosten versichert. Und das Beste: Die Unfallversicherung gilt weltweit und rund um die Uhr!
Details
Sollte das Mitglied bei der Ausübung der ehrenamtlichen Tätigkeiten für den Verein einen Unfall erleiden, (z.B. bei der Teilnahme an Sitzungen, Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen im Auftrage des Vereins), verdoppelt sich die Versicherungssumme für den Invaliditätsfall.
Unfälle auf den direkten Wegen zu und von der ehrenamtlichen Tätigkeit sind eingeschlossen. Der Versicherungsschutz entfällt, wenn die normale Dauer des Weges verlängert oder der Weg selbst durch rein private und eigenwirtschaftliche Maßnahmen (z.B. durch Einkauf, Besuch von Gaststätten zu Privatzwecken) unterbrochen wird.
Versicherungssummen pro Person
20.000 Euro für Invalidität durch Unfall
5.000 Euro Reha-Plus
12.000 Euro Bergungskosten im Inland
24.000 Euro Bergungskosten im Ausland
Mitversichert ist für Arzte:
- die Besondere Bedingung für die Bemessung des Invaliditätsgrades in der Unfallversicherung (Sog. "Verbesserte Gliedertaxe") .
- die Besondere Bedingung für den Einschluss von Gesundheitsschädigungen durch Röntgen- und Laserstrahlen in der Unfallversicherung
- die besondere Bedingung für den Einschluss von lnfektionen in die Unfallversicherung
Lohnt sich das?
Lohnt sich der Einsatz eines Honorararztes aus Sicht des Arbeitgebers? Dies Frage behandelte Dr. M. Spielhagen in seinem Vortrag auf dem DAC 2009 (Deutscher Anästhesiekongress) in Leipzig. Lesen Sie die Zusammenfassung seines hochinteressanten Vortrages in unserem Mitgliederbereich im Menüpunkt "Tipps für Newcomer". Sie erfahren, wie man die Personalkosten eines angestellten Arztes mit den Kosten eines Honorararztes vergleicht und das sich bei bestimmten betriebswirtschaftlichen Fragestellungen der Einsatz eines Honorararztes durchaus lohnen kann!
Neue Webseite mit Open-Source-Redaktionssystem ZMS
Wir danken an dieser Stelle Herrn Dr. Frank Hoffmann von dem Berliner IT-Beratungsunternehmen Hoffmann+Liebenberg, für die Unterstützung bei der Entwicklung dieser Webseite. Die neue Webseite des BV-H e.V. setzt das freie Open-Source-System ZMS ein; dieses Content-Management-System ist speziell für den Einsatz im medizinischen und wissenschaftlichen Umfeld konzipiert und bietet zahlreiche Erweiterungsmodule für die Produktion und Publikation elektronischer Inhalte.
Ein voller Erfolg! - Das Seminar 2008 in Potsdam
Wie werde ich Honorararzt ? - Alles, was Sie für eine erfolgreichen Start in den Beruf wissen MÜSSEN ist am Samstag, den 13.12.2008 erstmals erfolgreich durchgeführt worden. Viele interessante Beiträge sorgten innerhalb eines Tages für einen differenzierten Blick auf die Tätigkeit als Honorararzt.
Rente in Gefahr! - Dies betrifft ALLE Ärzte
Ab dem 01.01.2005 ist - fast unbemerkt - in der großen Mehrzahl der Ärzteversorgungswerken eine Satzungsänderung durchgeführt worden, die einen wesentlichen Einfluss auf die zwischen den einzelnen Ärzteversorgungswerken der jeweiligen Ärztekammern untereinander beschlossenen Überleitungsabkommen (dies trifft in Kraft, wenn ein Mitglied des Ärzteversorgungswerks die Ärztekammer wechselt). Wahrscheinlich sind sich viele Ärzte über die späteren Auswirkungen dieser Satzungsänderung nicht bewusst oder haben ihr im Alltag nicht genügend Beachtung geschenkt. Wie Sie durch das Wechseln der Ärzteversorgungswerke (z.B. bei einem Umzug) Ihre Rente verspielen können, zeigt Ihnen ein Beitrag von unserem Kollegen und Mitglied F. Schmitt aus Köln. Ebenfalls erfahren Sie, wie Sie sich dagegen wehren können.
Weitere Informationen dazu auch in unserem Mitgliederbereich!
Rente in Gefahr! (94KB)
Versicherung für Honorarärzte
Unser Mann: Herr Wolfgang Fries beantwortet alle Fragen rund um das Gebiet der Versicherungen. Testen Sie ihn selbst und vergleichen Sie seine Konditionen mit anderen Angeboten! Weitere Informationen und Kontaktadresse unter dem Menüpunkt Partner - Versicherung.
Honorararzt-Fachzeitung in den USA
Um einen kleinen Ausblick zu geben, wie sich die Honorararzt-Szene in anderen Ländern bereits entwickelt hat, hier ein sehr interessanter Link: locumlife.modernmedicine.com aus den USA.






